Jochen

Nepalesisches Kastenwesen

Nepal ist eines der gebirgigsten Ländern auf unserem Planeten, eine Folge dessen ist einerseits die Abgeschiedenheit des Landes und andererseits muss Nepal gute Beziehungen zu den Nachbarstaaten China und Indien pflegen. Seit dreißig bis vierzig Jahren ist Nepal für immer mehr Touristen und vor allen Dingen für Bergsteiger an Attraktivität gestiegen.
Die überwiegend hinduistische Gesellschaft ist durch ein Kastenbewusstsein geprägt und wirkt sich deutlich auf den zwischenmenschlichen Umgang aus.

Traditionell werden im Hinduismus vier soziale Kasten unterschieden. Hierzu gehören erstens Priester, dann Adlige und Krieger, an dritter Stelle Händler und Bauern und zu letzt Bedienstete. Aus diesen 4 großen Kasten sind weitere Untergruppierungen entstanden, so dass es innerhalb der Kasten auch zu Unterschieden kommt. Folgen der Kasten sind beipielsweise, dass es verschideene Bräuche gibt oder Bräuche unterschiedlich angewendet werden, beispielsweise bei Hochzeiten. So wird, wie in vielen Ländern der Welt, die Eheschließung arrangiert. Die Ehe ist absolut heilig und gilt über den Tod hinaus.

Die verschiedenen Verhalten der Kasten findet man bei Essgewohnheiten wieder. So werden Männer und Gäste als erstes bedient, anschließend essen Kinder und zu aller letzt erst die Frauen. Im Hinduismus darf man die einzelnen Mahlzeiten nicht vom selben Teller einnehmen.

Angehörige der übergeordneten Kasten achten sehr darauf, dass ihre Speisen nicht von Menschen einer niedrigeren Kaste oder Menschen einer anderen Religion berührt werden. So kommt es auch, dass wenn Angehörige einer niedrigeren Kaste als der eigenen, Essen zubereiten dieses Essen als unrein gilt und ungenießbar ist . Nur das Fladenbrot Roti darf von Menschen der untersten Kasten angefasst und zubereitet werden.

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